Die engen Beziehungen zu Frankreich prägen die Hochschule für Musik Saar seit ihrer Gründung als „Conservatoire de Sarrebruck“. 2022, im Jahr des 75. Jubiläums der saarländischen Musikhochschule, wird deren bis heute ausgeprägte Verbundenheit mit dem Nachbarland durch die Personalentscheidung im Berufungsverfahren Orgelliteratur / Orgelimprovisation unterstrichen: Vincent Dubois, einer der führenden Organisten seiner Generation weltweit, ist seit dem 1. Dezember Professor an der Hochschule für Musik (HfM) Saar.
„Vincent Dubois ist als Titularorganist an der Kathedrale Notre-Dame de Paris eine prominente Musikerpersönlichkeit. Er genießt wegen seines virtuosen Literaturspiels und als ausgewiesener Spezialist für Orgelimprovisation höchstes Ansehen und wird unsere Studienangebote sehr bereichern“, freut sich Prof. Jörg Nonnweiler, Rektor der HfM Saar.

Vincent Dubois studierte am Conservatoire de Paris in der Klasse von Olivier Latry und gewann bereits während seiner Studienzeit zahlreiche Preise. 2002 gewann er zwei bedeutende Orgelwettbewerbe: die „Calgary International Organ Competition“ und den Wettbewerb „Xavier Darasse“ in Toulouse. Es folgten Auftritte in ganz Europa, den USA, Kanada und in Asien. Dabei arbeitete Dubois auch mit zahlreichen Orchestern zusammen wie beispielsweise dem Philadelphia Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Radio France und dem Orchestre National de France sowie dem Orquesta Filharmónica de Gran Canaria.

1996 wurde Vincent Dubois Titularorganist an der Kathedrale Saint-Étienne in Saint-Brieuc, 2001 auch Titularorganisten an der Kathedrale von Soissons. Seit 2011 ist er Direktor des Conservatoire à rayonnement régional in Straßburg. Im Januar 2016 wurde Vincent Dubois in der Nachfolge von Jean-Pierre Leguay zum Titularorganisten der Kathedrale Notre-Dame de Paris ernannt. Dieses Amt übt er gemeinsam mit Olivier Latry und Philippe Lefebvre aus.

Foto: Überreichung der Berufungsurkunde an Prof. Vincent Dubois durch Nil Berber, Abteilungsleiterin im Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes. (Foto: MBK)