Walter-Gieseking-Wettbewerb der HfM Saar

Der 23. Walter-Gieseking-Wettbewerb findet am 8. und 9. September 2026 statt - Anmeldeschluss war am 30. April 2026

Die 23. Ausgabe des Walter-Gieseking-Wettbewerbs ist ganz dem Fach Klavier gewidmet.

Teilnahmeberechtigt sind alle im Sommersemester 2026 immatrikulierten Studierenden und Jungstudierenden der Hochschule für Musik Saar.
Über die Zulassung zum Wettbewerb entscheidet die Auswahlkommission.
Es können erste und zweite Preise sowie Förderprämien vergeben werden.

Teilnahmebedingungen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eine Einschreibegebühr in Höhe von 100 Euro zu leisten, die bei Anmeldung mit Vorlage einer Einzahlungsbestätigung nachzuweisen ist. Bei Teilnahme am Wettbewerb wird die Einschreibegebühr zurückerstattet.

Die Teilnahme am Wettbewerb ist verbindlich!

Repertoire-Vorgaben für den 23. Walter-Gieseking-Wettbewerb

1. Runde (Spielzeit pro Teilnehmer*in 30-35 Minuten):

a) J. S. Bach: 1 Präludium und Fuge aus WT1 oder WT2

b) Eine Sonate von L. v. Beethoven (ausgenommen op. 2/1, 14/1, 14/2, 49/1, 49/2, 54)

c) Eine Etüde von F. Chopin

d) Eine Etüde von entweder F. Liszt, S. Rachmaninow, A. Scriabin oder C. Saint-Saëns

2. Runde (Spielzeit pro Teilnehmer*in ca. 50 Minuten):

a) Eine Sonate oder ein vergleichbares Werk / ein vergleichbarer Zyklus entweder von F. Schubert, R. Schumann, J. Brahms, F. Chopin oder F. Liszt

b) ein komplettes Werk oder eine Werkgruppe, Mindestdauer 15 Minuten, zwischen 1880-1950 komponiert

c) Pflichtstück (ca. 6 Minuten) von Jakob Raab komponiert

 

Zur Geschichte des Walter-Gieseking-Wettbewerb

Seit 1981 wird der von der Saar LB gestiftete Walter-Gieseking-Wettbewerb an der HfM Saar alle zwei Jahre veranstaltet. Mit dem Wettbewerb erinnert die Hochschule an ihren ehemaligen Professor Walter Gieseking (1895 – 1956), der der HfM als international renommierter Pianist in den Gründungsjahren zu hohem Ansehen verhalf.  Gieseking forderte von sich und seinen Studierenden ein Höchstmaß an Engagement und künstlerischer Hingabe ein. Dieser Anspruch gilt in dem nach ihm benannten Wettbewerb bis heute. Für die Preisträger*innen ist der Walter-Gieseking-Wettbewerb eine wichtige Etappe in ihrer künstlerischen Laufbahn.

 

Der 22. Walter-Gieseking-Wettbewerb fand vom 10. bis 13. September 2024 statt

Es war ein außergewöhnliches Konzertereignis, das die Zuhörer im vollbesetzten Konzertsaal der Hochschule für Musik (HfM) Saar am 24. Oktober 2024 erlebten. Denn die Interpretationen der sechs Preisträgerinnen und Preisträger des 22. Walter-Gieseking-Wettbewerbs, die sich auf der Bühne präsentierten, waren ebenso beeindruckend wie berührend. So gab es nach den mit großem musikalischem Einfühlungsvermögen gespielten und zum Teil hochvirtuosen solistischen Vorträgen nicht nur begeisterten Applaus, sondern auch Bravorufe aus dem Publikum.

Den Höhepunkt und Abschluss des Konzertabends bildeten die Auftritte der beiden ersten Preisträgerinnen, Tzu-Chien Lin (Klavier) und Yun-Yun-Chiang (Violine). Die 23-jährige, aus Taiwan stammende Masterstudentin Tzu-Chien Lin zeigte sich mit der Interpretation von Frédéric Chopins Variationen über „Là ci darem la mano“ op.2 in teils atemberaubenden Tempi als Meisterin ihres Fachs. Die 28-jährige Konzertexamensstudentin Yun-Yun-Chiang aus Taiwan zog das Auditorium mit ihrem ausdrucksstarken und technisch brillanten Vortrag des ersten Satzes (Allegro moderato) aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Violinkonzert D-Dur op. 35 in ihren Bann.

Auch die zweiten Preisträger schenkten dem Publikum außergewöhnliche musikalische Momente und zeigten mit großer Musikalität und Spielfreude ihr solistisches Können. In der Kategorie Violine wurden die Konzertexamensstudentin Mari Alaff aus Chile und die aus China stammende Masterstudentin Yuting Gong mit einem zweiten Preis ausgezeichnet, in der Kategorie Klavier erhielten die Konzertexamensstudentin Yeonjeong Kim und Bachelorstudent Chihkun Hsu einen zweiten Preis.

Dr. Thomas Bretzger, Vorstandsvorsitzender der SaarLB, überreichte den Preisträgern gemeinsam mit HfM Saar-Rektor Prof. Hans Peter Hofmann ihre Urkunden. „Es ist uns eine große Freude, den Walter-Gieseking-Wettbewerb gemeinsam mit der HfM Saar auszurichten“, sagte Dr. Thomas Bretzger.
Ansinnen der Saar LB, die den Wettbewerb seit seiner Gründung im Jahr 1981 mit großzügigen Preisgeldern ausstattet, sei es, „junge Talente mit großer Begabung, die sich mit Leidenschaft und Hingabe der Musik widmen und sie zu ihrem Berufswunsch machen“, auf ihrem Weg zu begleiten und sie zu fördern.

Prof. Hans Peter Hofmann gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich und dankte Dr. Thomas Bretzger für die großzügige und langjährige Unterstützung des Wettbewerbs durch die Saar LB. Für den Walter-Gieseking-Wettbewerb stellte die Saar LB in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung.

Dr. Thomas Bretzger, Vorstandsvorsitzender der SaarLB (l.) und HfM Saar-Rektor Prof. Hans Peter Hofmann (r.) mit den Preisträgerinnen
und Preisträgern Yun-Yun-Chiang, Mari Alaff, Chihkun Hsu, Yeonjeong Kim, Tzu-Chien Lin (v.l.n.r.). Nicht auf dem Bild ist Yuting Gong.

 

HfM Saar

Die Hochschule für Musik (HfM) Saar ist die einzige vollständige Musikhochschule mit Universitätsrang in einer länderübergreifenden Region, die in Deutschland das Saarland und Rheinland Pfalz, in Frankreich die Région Grand Est und die Länder Luxemburg und Belgien umfasst (Großregion).

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