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Was ist schön und warum? Offenes Diskussionsseminar von Stundierenden für Studierende

Semester

  • SoSe 2026

Art der Veranstaltung

  • Seminar

Lehrende(r)

  • N. N.

Studienbereich(e)

  • Musikpädagogik
  • Musikdidaktik
  • Erziehungswissenschaft
  • Musikwissenschaft

Leistungsnachweis(e)

  • Kein Leistungsnachweis erforderlich

Ort(e)

  • Seminarraum / Gremien N-0.20

Trierer STraße 2-4

Wochentag(e) und Uhrzeit(en)

Mittwoch, 10.15 Uhr - 11.45 Uhr.



Jakü Suermann

Information

Was findest du eigentlich „schön“ an konkreten Musikstücken, an einem Musikstil im Allgemeinen oder an nichtmusikalischen Dingen? Und welche gesellschaftlichen Schönheitskonzepte liegen dahinter? In welchem gesellschaftlichen Kontext stehen diese Schönheitskonzepte und wie interagieren sie mit vorhandenen Machtstrukturen? Wie lassen sie sich aufbrechen? Wie sieht eine künstlerische Auseinandersetzung damit aus? Was ist überhaupt Kunst und wer entscheidet darüber, was als Kunst gilt?

Das Diskussionsseminar möchte in erster Linie einen Raum öffnen, um diese und verwandte Fragen zu diskutieren. Dabei sind alle Perspektiven willkommen, denn es wird keine abschließenden Antworten geben, sondern nur den Versuch, sich der Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln zu nähern.
Zu Beginn lesen wir verschiedene kurze Texte aus den Bereichen der Soziologie, Anthropologie und philosophischen Ästhetik, um Betrachtungsweisen darauf kennenzulernen und besser zu verstehen, welche Rolle Ästhetik in gesellschaftlichem Kontext spielt.
Im weiteren Verlauf beschäftigen wir uns jede Woche mit einer neuen Diskussionsfrage, von der aus wir diskutieren. Gesetzt sind eine Auseinandersetzung mit Ästhetik des 18./19. Jahrhunderts, die den klassischen Musikkanon prägt, und Kritik daran aus queerer, dekolonialer und behinderter Perspektive.
Ansonsten stellen wir im Laufe der Zeit fest, was genau uns weitergehend interessiert, oder ihr bringt Fragestellungen mit, die euch beschäftigen.
Zum Ende des Semesters soll noch Raum sein, darüber zu sprechen, ob und inwiefern die Thematik Auswirkungen auf unsere eigene musikalische/künstlerische Praxis haben kann/soll.

Das Seminar möchte einen möglichst sicheren Raum schaffen, um über eine Thematik zu diskutieren, zu der im professionellen Musikkontext Normen existieren, über die sich nicht zuletzt auch die Musikhochschule als Institution legitimiert und mit denen starke Privilegien und Machtgefälle einhergehen können. Da wir diese Normen hinterfragen wollen, soll das Seminar ohne Anwesenheit von Lehrpersonen der Hochschule stattfinden. Das Seminar versteht sich in seiner Organisation zudem als frei gestaltbar durch die Bedürfnisse der anwesenden Personen.

Anrechenbar für

Hausarbeiten, die in den Bereichen Musikpädagogik oder Musikwissenschaft anrechenbar sind, werden von Matthias Handschick odr Jörg Abbing nach vorheriger Rückspache entgegengenommen.

Bemerkungen

Literaturempfehlungen:

Michaele Ott/Babacar Mbaye Diop (Eds.): Decolonial Aesthetics I. Tangled Humanism in the Afro-European Context (2023)
Ausstellungskatalog des Belvedere Museum, Wien: Radikal! Künstlerinnen* und Moderne 1910-1950 (2024)
Laure M. Hiendl: Queer Composition: Subversive Strategies in Western Classical Music (2021)
Tobin Siebers : Disability Aesthetics (2010)
Andreas Reckwitz: Das hybride Subjekt. Eine Theorie der Subjektkulturen von der bürgerlichen Moderne bis zur Postmoderne (2020)
Reckwitz/Prinz/Schäfer (Eds.): Ästhetik und Gesellschaft (2015)

 

Veranstaltungsmethode

Präsenzveranstaltung

Max. Anzahl Teilnehmer*innen

Keine Begrenzung

Informationen zum Anmeldeverfahren

Anmeldung via E-Mail (krudeklaenge@systemli.org)

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HfM Saar

Die Hochschule für Musik (HfM) Saar ist die einzige vollständige Musikhochschule mit Universitätsrang in einer länderübergreifenden Region, die in Deutschland das Saarland und Rheinland Pfalz, in Frankreich die Région Grand Est und die Länder Luxemburg und Belgien umfasst (Großregion).

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