Gemeinsamer Unterricht, Workshops, Meisterklassen und Konzerte standen auf dem Programm des Erasmus+-Austauschprojektes der Fagottklassen von Prof. Guilhaume Santana (Hochschule für Musik Saar) und Prof. Julien Hardy (Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris).

Am 11. 2026 Februar reisten die Fagottstudierenden von Prof. Guilhaume Santana für fünf Tage nach Paris, Ende Januar war die Fagottklasse von Prof. Julien Hardy in Saarbrücken zu Gast, wo am 25. Januar 2026 gemeinsame Konzerte in der Alten Ev. Kirche St. Johann sowie auf Einladung der Aktion Kultur Heusweiler e.V. in der Evangelischen Kirche Heusweiler stattfanden. An der Hochschule für Musik (HfM) Saar wurde den zwölf Fagottisten aus Paris und den zehn saarländischen Teilnehmern mit gemeinsamem Unterricht, Fagottensembles, Probespieltrainings, Workshops mit den HfM-Dozenten Nicolas Horry (Kontrafagott) und Felicia Dietrich (Fachdidaktik Fagott) sowie einem Besuch des Weltkulturerbes Völklinger Hütte ein facettenreiches Programm geboten.

„Die Pariser waren positiv überrascht von der Vielfalt und Qualität der Lehre und der Internationalität der HfM Saar“, berichtet Fagottprofessor Guilhaume Santana. Größtmögliche Perfektion beim Spielen des Instrumentes sei natürlich auch in Paris das Ziel der Lehrenden und Studierenden. „Besonders beeindruckt hat die Studierenden bei ihrem Besuch in Saarbrücken daher neben dem hohen Niveau vor allem der konstruktive pädagogische Umgang und die positive Feedbackkultur“, so Santana.

Große Resonanz in der internationalen Fagottsszene

Inspirierend war auch der Gegenbesuch der Saarbrücker Fagottklasse in Paris mit Workshops, Meisterkursen und Konzerten am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse.  „Sehr interessant war für die Studierenden auch die Besichtigung der Médiathèque Hector Berlioz, wo zahlreiche Manuskripte berühmter Komponisten archiviert sind, sowie ein Konzert mit dem Orchestre de Paris an der Philharmonie de Paris, bei dem die HfM-Kollegen Marc Trenel (Lehrauftrag Fagott) und Sébastien Giot (Professor für Oboe) mitgewirkt haben“, erzählt Guilhaume Santana.  

Auch in der internationalen Fagottsszene stieß das deutsch-französische Austauschprojekt auf große Resonanz. „Wir hatten während des Aufenthaltes der Pariser in Saarbrücken sowie bei unserem Besuch in Paris spontanen Besuch von Studierenden anderer deutscher und französischer Musikhochschulen und von bekannten Professoren aus Frankreich, Deutschland, Tschechien und China.“

„Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich ist gerade in den heutigen Zeiten auch im Hochschulbereich von größter Bedeutung“

Guilhaume Santana zieht zum Ende des Austauschprojektes eine rundum positive Bilanz: „Es hat die beteiligten Studierenden dazu gebracht, offen aufeinander zuzugehen und das eigene Tun aus einer internationalen Perspektive zu betrachten. Ich hoffe, dass zukünftig immer mehr Studierende diese unglaublich bereichernde Möglichkeit der Mobilität über Erasmus+ nutzen werden.“

Für den Rektor der HfM Saar, Prof. Hans Peter Hofmann, ist „die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich gerade in den heutigen Zeiten auch im Hochschulbereich von größter Bedeutung“. „Durch die Lage der HfM Saar an der deutsch-französischen Grenze, die Attraktivität unserer Studienangebote sowie das internationale Renommée unserer Lehrenden hat unsere Hochschule gute Chancen,  musikalische Nachwuchstalente aus Frankreich für ein Musikstudium in Saarbrücken zu begeistern. So könnte sich die HfM Saar quasi als dritte „französische“ Musikhochschule neben Paris und Lyon positionieren“, so Hans Peter Hofmann.

Mit dem deutsch-französischen Austausch knüpft die HfM Saar an ihre Entstehungsgeschichte an

Das Hochschulprogramm „Erasmus+“ fördert seit 1987 die grenzüberschreitende Mobilität von Studierenden, Lehrenden und anderem Hochschulpersonal in europäischen Partnerländern. Immer wieder nutzen Studierende und Lehrende der Hochschule für Musik (HfM) Saar diese Möglichkeit der internationalen Vernetzung.

Mit dem deutsch-französischen Austausch knüpft die HfM Saar an ihre Entstehungsgeschichte an: Gegründet wurde die saarländische Musikhochschule 1947 unter der damaligen französischen Verwaltung als Conservatoire de Sarrebruck. Pate stand das Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique.

Fotos: Giulia Boda

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HfM Saar

Die Hochschule für Musik (HfM) Saar ist die einzige vollständige Musikhochschule mit Universitätsrang in einer länderübergreifenden Region, die in Deutschland das Saarland und Rheinland Pfalz, in Frankreich die Région Grand Est und die Länder Luxemburg und Belgien umfasst (Großregion).

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